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Tuesday 22nd of August 2017
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Zentralrat der Muslime befürwortet Kreuz auf Kuppel

Linke und Grüne sind gegen ein Kreuz auf der Kuppel von Berlins Stadtschloss. Nun äußert sich der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek. Und sagt: „Das Kreuz gehört auf die Kuppel.“

Der Berliner Senat sowie Vertreter von Grünen und Linkspartei fordern, dass, anders als ursprünglich geplant, kein Kreuz auf der rekonstruierten Kuppel des Berliner Stadtschlosses errichtet wird. Ihr Argument: Ein Kreuz gefährde die weltanschauliche Neutralität des Gebäudes und der Institution, die dort einziehen wird, das Humboldt-Forum. Ist das plausibel? Ein Anruf bei Aiman Mazyek, dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland.

Die Welt: Herr Mazyek, was geht in Ihnen vor, wenn Sie im öffentlichen Raum christliche Kreuze sehen?

Aiman Mazyek: Als Muslim empfinde ich da jedenfalls kein Gefühl des Störens, wenn Sie das meinen. Kreuze sind Teil unseres kulturellen und historischen Erbes in Deutschland und gehören zu unserem Land dazu, religiös und kulturell.

Die Welt: Kritiker wollen verhindern, dass auf der Kuppel des rekonstruierten Berliner Stadtschlosses ein Kreuz errichtet werden soll. Sprechen die Ihnen aus der Seele?

Mazyek: Das Kreuz gehört auf die Schlosskuppel, weil das Gebäude einen historischen Kontext aufweist, und dieser geschichtliche Zusammenhang hat nun mal mit dem Christentum und mit christlicher Symbolik zu tun. Man sollte diesen Kontext nicht verschleiern oder zwanghaft abschaffen.

Die Welt: Könnten sich Besucher des Stadtschlosses, die aus muslimischen Ländern kommen, von dem Kreuz gestört fühlen?

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